image_pdfimage_print
16 Jun

Herzlich willkommen im Einstieg Blog

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

herzlich wilkommen im Einstieg Blog. Unser Ziel mit diesem Angebot ist es, Ihnen neue Wege im Studenten- und Azubimarketing aufzuzeigen. Natürlich berichten wir über unsere eigene Arbeit, sprich: über die Einstieg-Produkte und -Dienstleistungen, mit denen wir unsere Kunden seit vielen Jahren bei ihrer Nachwuchsgewinnung unterstützen. Wir präsentieren Ihnen aber auch Best-Practice-Beispiele aus Unternehmen und Hochschulen, gehen aktuellen Recruiting- und Employer-Branding-Trends nach und lassen Personal- und Ausbildungsverantwortliche, Wissenschaftler und andere interessante Köpfe zu Wort kommen. Wir, das sind übrigens:

  • Christian Langkafel, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Einstieg,
  • Ina Orth, Innovationsleiterin des Unternehmens,
  • Christian Kannenberg, Vertriebs- und Marketingchef,
  • Denis Buss, Leiter von Einstieg Consult und der Studien- und Berufsberatung, sowie
  • Daniel Schwitzer, Redakteur und Corporate-Publishing-Chef des Unternehmens.

Ein wenig mehr über uns und unsere jeweiligen Aufgabenbereiche bei Einstieg erfahren Sie hier. Und jetzt geht’s los. Ein paar Beiträge haben wir schon für Sie vorbereitet, unter anderem ein hochinteressantes Interview mit dem Trendforscher Sven Gábor Jánszky, das wir Ihnen wärmstens ans Herz legen. Für alle Beiträge gilt: Bitte machen Sie ausgiebig von der Kommentar-Funktion Gebrauch! Ihre Meinung interessiert uns sehr, und wir freuen uns auch immer über Themenvorschläge.

Eine anregende und unterhaltsame Lektüre wünscht Ihnen

das Blogger-Team von Einstieg

15 Jun

Warum es in der betrieblichen Nachwuchsgewinnung bald zugehen wird wie im Profifußball

Das Bild zeigt den Trendforscher Sven Gábor Jánszky.

Kürzlich hatte ich Gelegenheit, den Trendforscher Sven Gábor Jánszky zu interviewen, der in Leipzig den Thinktank 2b AHEAD leitet. Letztes Jahr hat Jánszky mit seinem Buch „Das Recruiting-Dilemma“ eine interessante Vision unseres Arbeitsmarktes im Jahr 2025 vorgelegt. Darüber – und über die Auswirkungen auf die Nachwuchsgewinnung der Unternehmen – wollte ich mit ihm sprechen.

Sven Gábor Jánszky, Sie schreiben in Ihrem Buch, dass im Jahr 2025 eigentlich jeder junge Mensch studieren muss. Für die Unternehmen in Deutschland, die weiterhin auf die duale Ausbildung setzen, ist das natürlich eine Horror-Vision.
Jánszky: „Das mag sein, aber wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken: Deutschland wird in den nächsten Jahren wegen seiner Demografie einen Mangel an hochqualifizierten Fachkräften erleben, und zwar in einer Größenordnung, die sich viele heute noch gar nicht vorstellen können. Hinzu kommt, dass durch die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung sehr viele vergleichsweise einfache Jobs wegfallen, weil sie von Maschinen übernommen werden – oder aber nach Asien hinüber wandern, wo Arbeit günstiger ist. In der Konsequenz bedeutet das, dass wir bald enorm viele hochqualifizierte Menschen brauchen werden, um unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wird es für die weniger gut Qualifizierten nicht mehr genug Arbeit geben. Das ist zwar keine schöne Aussicht, aber wir steuern zwangsläufig darauf zu.“

Die Unternehmen klagen schon heute über den „Akademisierungswahn“ und finden nicht mehr genügend Jugendliche für ihre Ausbildungsstellen? Ist die duale Berufsausbildung ein Auslaufmodell?
„Ich fürchte, ja. Dabei ist sie eigentlich ein tolles System, um das uns viele Staaten in der Welt beneiden. Aber dieses System funktioniert eben nur dort, wo der Arbeitsmarkt ein Angebotsmarkt ist, sprich: wo mehr Arbeitskräfte als Jobs zur Verfügung stehen. Das war in Deutschland lange der Fall, aber die Zeiten ändern sich. Jetzt wird aus unserem Angebotsmarkt gerade ein Nachfragemarkt, in dem es viele Jobs auf sehr hohem Niveau für viel weniger Arbeitskräfte gibt. Das führt ganz automatisch dazu, dass die jungen Leute an die Hochschulen streben. Ich glaube zwar nicht, dass die Ausbildung dadurch komplett stirbt. Aber sie wird gegenüber dem Studium weiter an Boden verlieren – einem Studium übrigens, das künftig ganz stark wirtschaftlich angebunden sein wird.“

Mehr lesen