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09 Nov

Stellenanzeigen und Azubimarketing: So gewinnen Sie das Herz Ihrer jungen Bewerber

stellenanzeigen und azubimarketing

In der Stellenanzeige listen Sie auf, was der neue Azubi alles können soll. Verlieren Sie beim Azubimarketing nicht aus den Augen, dass Ihr Bewerber auch Wünsche hat. Er möchte möglichst konkret darüber informiert werden, was in der ausgeschriebenen Ausbildung auf ihn zukommt. Die Ansprache darf auch emotional sein. Binden Sie Erfolgsgeschichten und Mitarbeiterzitate (Storytelling!) ein, das macht den Text lebendig. Jugendstil hat in einem Whitepaper 4 hilfreiche Tipps für Ihre künftigen Anzeigen zusammengestellt. Hier schon mal die reine Textversion:

 

Sie sind Marktführer? Mir doch egal!

Der Begriff Markführerschaft wird in Stellenanzeigen inflationär verwendet. Einen 17-jährigen Schüler, der auf der Suche nach einem spannenden Ausbildungsplatz ist, können Sie damit kaum beeindrucken. Beschreiben Sie lieber anschaulich, was das Besondere an Ihrem Ausbildungsprogramm ist. Oder zitieren Sie lustige Facebook-Kommentare von aktuellen oder ehemaligen Azubis. Denn Ihr potentieller Nachwuchs will sich nicht mit dem Kopf, sondern mit einem guten Bauchgefühl für Ihr Unternehmen entscheiden.

 

Was geht? Ich sag’s dir ganz konkret.

Nehmen Sie sich mal ein paar Minuten Zeit und recherchieren Sie in einer Stellenbörse zu einem bestimmten Keyword Stellenanzeigen. Lesen Sie sich die ersten fünf, die Sie finden, kurz hintereinander durch. Was fällt Ihnen auf? Genau! Die klingen irgendwie alle gleich. Es liegt daran, dass die Tätigkeiten zu oberflächlich beschrieben werden. Vermeiden Sie: „Zu Ihren Aufgaben gehört die Kundenbetreuung.“ Werden Sie konkret: „Etwa die Hälfte Ihrer Arbeitszeit verbringen Sie mit der telefonischen Beratung unserer Kunden. In der restlichen Zeit unterstützen Sie unseren Vertrieb bei der Akquise neuer Kunden und helfen dabei, Kundentermine vor- und nachzubereiten. Es kann sein, dass Sie auch mal ein paar Kopien machen und Kaffee kochen – das ist aber eher die Ausnahme! Wir mögen Kollegen, die selbstständig arbeiten und die gerne mit anpacken.“ Das ist Azubimarketing, das Ihre Zielgruppe versteht.

 

Work-Life-Balance (Ach, Sie auch?)

Der Stellenmarkt entwickelt sich gut für Arbeitnehmer, die Familie und Job unter einen Hut bringen müssen, und für solche, die ihre Freizeit nicht hinten anstellen wollen. Immer mehr Unternehmen achten darauf, attraktive Arbeitszeitmodelle anzubieten. Denn sie wissen: Mit der Digitalisierung ist nicht nur der Anspruch an unsere Leistung gewachsen. Auch der Anspruch der Arbeitnehmer an ihre Arbeitgeber ist gestiegen. Das Stichwort „Work-Life-Balance“ taucht mittlerweile flächendeckend in Stellenanzeigen auf, und mit dem Begriff alleine gewinnen Sie keinen Blumentopf mehr. Schon gar nicht bei jungen Menschen, deren Familienplanung noch weit weg ist. Erläutern Sie ein bisschen, wie Work-Life-Balance in Ihrem Unternehmen aussieht. Gehen Sie näher auf Ihre Arbeitszeitmodelle ein, schildern Sie Beispiele von Kollegen, die erfolgreich in Teilzeit oder im Homeoffice arbeiten. Beschreiben Sie typische Tagesabläufe. Einige Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern Freiräume zur Verwirklichung selbstgewählter Projekte (z.B. 2 Stunden in der Woche). Wie wäre es mit einem Video, das ein besonders schönes (Azubi-)Projekt zeigt? Über einen QR-Code können Sie den Film in Ihre Stellenanzeige einbinden.

 

Total sozial und immer kompetent. Schnarch.

Die moderne Arbeitswelt braucht kommunikative Menschen, die eine positive Haltung mitbringen und die gerne im Team arbeiten. Deshalb ist auch in nahezu jeder Stellenanzeige die Rede davon: Bewerber müssen neben ihrer fachlichen Eignung für den Job zwingend soziale Kompetenzen mitbringen. Sozialkompetenz gibt es mittlerweile sogar als weiterbildenden Studiengang. Ob man sich Eigenschaften wie Kritikfähigkeit, Empathie und interkulturelle Kompetenz durch Lernen aneignen kann, ist fraglich. Eins ist jedoch sicher: Wenn Sie das Herz Ihrer Bewerber gewinnen möchten, belassen Sie es nicht bei der Worthülse „soziale Kompetenz“. Füllen Sie die Phrase mit Inhalt, indem Sie konkret sagen, was sie von Ihrem neuen Kollegen erwarten. Lassen Sie dazu ruhig mal Teammitglieder zu Wort kommen. Das macht die Anforderung authentisch. „Ich wünsche mir, dass mein neuer Chef immer ein offenes Ohr für meine Anliegen hat.“ Oder „Mein neuer Kollege soll nett und geradeaus sein. Wenn er das Team lieber unterstützt statt zu lästern, passt er super zu uns!“

Azubimarketing mit Stellenanzeigen – so gewinnen Sie das Herz Ihrer jungen Bewerber

20 Sep

7 sichere Methoden, Ihre Messebesucher zu vergraulen

 Messebesucher

Verzichten Sie auf alles, was das Interesse der Messebesucher weckt.
Für Messebesucher sind große Berufswahlevents eine Reizüberflutung sondergleichen. Denn Messen sind voll, laut und hektisch.  Gehen Sie davon aus, dass die wenigsten Schüler gezielt Ihr Angebot aufsuchen. Eine sichere Methode, mit Ihrem Stand in dem Gewühl komplett unterzugehen, ist eine langweilige Ausstattung. Hängen Sie 0815-Plakate auf, die man erst lesen kann, wenn man sie bereits mit der Nase berührt. Eine nichtssagende Botschaft à la „Jetzt durchstarten bei der Müller AG“ kommt auch gut. Binden Sie dazu noch zwei, drei weiße Luftballons an Ihren weißen Messe-Stand. Das reicht. Ihre Ausbildung ist spannend genug, da braucht man nicht noch spannende Exponate. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, über interaktive Spiele mit den Besuchern in Kontakt zu treten. Pfui.

Reagieren Sie genervt auf (doofe) Fragen Ihrer Messebesucher.
Muss man gute Mathenoten haben, wenn man Wirtschaft studieren will? Das kann man sich doch denken! Gehen Sie streng mit Besuchern um, die offensichtlich völlig unvorbereitet an Ihren Stand kommen. Rollen Sie mit den Augen. Strahlen Sie aus: „So jemanden wollen wir hier nicht.“ Schütteln Sie mitleidig den Kopf und betonen Sie, dass das Auswahlverfahren kaum zu schaffen ist. Es sei denn, man ist ein Genie. Halten Sie demMessebesucher zum Abschied ein altes Bonbon hin und richten Sie Ihre Konzentration schnell auf den nächsten Gast am Stand, der hoffentlich schon alles über Ihre Studiengänge weiß.

Entdecken Sie 5 weitere, wirklich hilfreiche Tipps in unserem Whitepaper 7 sichere Methoden, Ihre Messebesucher zu vergraulen!

31 Aug

Surftrends und Berufswahl bei Jugendlichen

ipadkids

 

Ist Facebook noch attraktiv für Schüler? Wer macht bei Snapchat mit? Wie viele Webseiten werden überhaupt noch über den Computer aufgerufen? Und wo findet heutzutage Berufswahl statt? Unser neues Whitepaper informiert Sie über jugendliche Surftrends und gibt Ihnen 7 Impulse für Ihre Rekrutierung.

03 Aug

Mama, ich hab die Klausur voll gethreestart.

family & friends, Halle 10.2

Jugendliche auf der gamescom 2015

Wenn Sie nicht wissen, was Cloudophobie ist, Egoshoots für Ballerspiele halten und nicht sicher sind, ob es eine Beleidigung ist, wenn Ihr Kind Ihnen sagt, Ihr Selfie sei voll das Dia Bolo, dann sind Sie nicht automatisch ein Alpha-Kevin, sondern schlicht in guter Gesellschaft. Und zwar mit  vielen anderen Ü-35ern.

Nicht allein die Vokabeln trennen uns an dieser Stelle von der Generation Z, auch die Technologien, die sie nutzen.

Die Generation Z entscheidet sich nicht mehr wie ihre Elterngeneration dafür oder dagegen, online zu sein, sie ist es einfach. Der Wandel von analog zu digital zieht sich durch alle Lebensbereiche, und wo wir noch papierne Bewerbungen verschickten, Brettspiele spielten und, um zu telefonieren zu einer bestimmten Stelle im Haus, dem Festnetzanschluss laufen mussten, sind die Jugendlichen von heute längst im digitalen Jetzt zuhause. Sie sind die viel beschriebenen digital Natives.

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03 Mrz

Ostern schlüpft Jugendstil, die neue Agentur für Azubi- und Studentenmarketing. Endlich! Echt.

Ich glaube, es war im heißen Sommer 2015, da ging es los. Dieses Schwirren im Kopf. Dieses Sausen in den Synapsen, das etwas Neues schaffen wollte. Wir hatten eine Vision, und die lautete: Kräfte bündeln! Bei Einstieg  sitzen Berater, Kreative, Webspezialisten und kluge Strategen, die täglich Kontakt zu Hochschulen, Verbänden und Unternehmen auf der einen sowie zu Schülern, Eltern und Lehrern auf der anderen Seite haben. Wir veranstalten riesige Messen, um all diese Institutionen und Menschen für eine gemeinsame Zukunft zusammenzubringen. Schon lange lassen wir unsere Erfahrung auch in Beratungsprozesse einfließen. Von der Bedarfsanalyse bis zur fertigen Kampagne erforschen, erörtern und lösen wir Rekrutierungsfragen.

Aber oft bekommen wir zu hören: „Einstieg, ja, das sind doch die mit den Messen.“ Es lag nahe, die Beratungsschiene auf eigene Beine zu stellen, sich ein bisschen freizuschwimmen. Wir haben uns (Achtung, es folgt ein sehr unobjektiver Satzteil!) ein paar der besten, nettesten, wahrscheinlich auch attraktivsten Mitarbeiter geschnappt, um eine Art Matchingmachersuperteam zusammenzustellen. Und jetzt, pünktlich zu Ostern, ist sie endlich da, die neue Agentur für Azubi- und Studentenmarketing.

Egal, ob Sie zwei Azubis, zehn Praktikanten oder 300 Studenten suchen: Wir entdecken Ihre Talente! Und das meint auch: Wir finden heraus, wo Ihre Stärken liegen. Und dann setzen wir Sie so dermaßen in Szene, dass der Nachwuchs gar nicht mehr an Ihnen vorbeikommt.

Zum Start unserer neuen Agentur haben wir ein Geschenk für Sie: ein Whitepaper, das Ergebnisse aus unseren Imagetestings ausplaudert. „7 Fehler im Azubimarketing, die Sie vermeiden können“ heißt das gute Stück. Viel Spaß beim Lesen!

Herzliche Grüße
Anke Tillmann

06 Okt

Wie Sie sichergehen können, dass Ihre Recruiting-Medien bei Schülern gut ankommen

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Schülerinnen und Schüler beim Testen von Recruiting-Medien auf der Einstieg-Messe in Köln 2015

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wie Ihre Werbemittel und Recruiting-Medien bei der Zielgruppe ankommen? Nein, nein, das ist keine rhetorische Frage. Auch wenn eigentlich jede Führungskraft im Personalwesen wissen sollte, dass das Design der Ausbildungs-Broschüre bzw. der Text des Studiengang-Flyers nicht in erster Linie ihr zusagen muss, sondern dem Adressaten. Und trotzdem landen auf meinem Schreibtisch regelmäßig Print-Publikationen, stoße ich im Internet so gut wie wöchentlich auf Karriere-Websites, die diese Zielgruppenorientierung mehr oder weniger sträflich vernachlässigen.

Ich lese Texte, die so kompliziert geschrieben sind wie die Gebrauchsanweisung für ein U-Boot, obwohl sie sich an 16- bis 20-Jährige richten. Manche Broschüren und Flyer wissen zwar optisch durchaus zu gefallen, lassen dafür aber entscheidende Infos vermissen: zum Beispiel einen E-Mail-Kontakt, Angaben zu Bewerbungsvoraussetzungen und -fristen oder appetitmachende Beschreibungen der Tätigkeiten innerhalb einer Ausbildung. Alles schon gesehen. Den umgekehrten Fall gibt es natürlich auch: Werbemittel also, die einigermaßen gekonnt getextet sind, jedoch augenscheinlich von einem Vierjährigen gestaltet wurden. Vielleicht ja von demselben Vierjährigen, der das Logo für Hillary Clintons Präsidentschaftskampagne entworfen hat. Und schließlich beobachte ich auf Ausbildungsmessen immer wieder Jugendliche, die vor teuer produzierten Messeständen stehen und nicht verstehen, was das Unternehmen überhaupt macht. Dort werden zwar „Teamplayer gesucht“, aber es fehlt eine prägnante Kernbotschaft.

Ohne Zielgruppen-Testing geht es nicht

Doch wie geht man bei der Produktion von Medien auf Nummer sicher, dass diese auch wirklich ihren Zweck erfüllen? Nicht zwangsläufig durch das Einschalten einer Agentur, würde ich mal behaupten, denn auch die Zunft der Werbe- und CP-Treibenden beweist regelmäßig aufs Neue, wie einfach es ist, Ideen zu haben, die komplett an der Zielgruppe vorbei gehen. Wenn Sie mich fragen: Es hilft alles nichts. Wir müssen unsere Produkte ausgiebig beim anvisierten Verbraucher testen, bevor wir sie auf den Markt bringen. Das funktioniert nicht nur bei Schokoriegeln und elektrischen Rasenmähern gefühlt seit der Steinzeit. Das funktioniert auch bei Recruiting-Medien. Vorausgesetzt, natürlich, man weiß als Unternehmen oder Hochschule, wie man zu Testzwecken an seine Zielgruppe herankommt.

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