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26 Okt

Branchen- und Azubimarketing fürs Handwerk mit den Rekordpraktikanten

07 Das Handwerk Die Rekordpraktikanten

Was für eine spektakuläre Aktion im Handwerk: Unter dem Motto #einfachmachen reisen die 20-jährige Charlotte und der 19-jährige Marvin durch Deutschland und absolvieren zweitägige Kurzpraktika. Dabei lernen sie 44 unterschiedliche Handwerksberufe kennen und touren durch 42 Städte! Während ihrer fünfmonatigen Reise, die sicher zum Buntesten gehört, was das Jahr 2017 in Sachen Branchen- und Azubimarketing zu bieten hat, berichten Charly und Marvin via Facebook und Instagram über ihre Erlebnisse. Dort bekommen sie viel positives Feedback und stehen im direkten Dialog mit anderen jungen Leuten. Schmankerl: Die Stationen ihres Roadtrips erfahren die Rekordpraktikanten immer erst kurz vorher. Sie sind noch bis Dezember unterwegs. Ich finde die Aktion so gelungen, dass ich selber Lust aufs Büchsenmachen, Haareschneiden und Schornsteinfegen bekomme.

Hier finden Sie alle Stationen, Videos und Berichte.

 

 

28 Jun

Azubi-Recruiting Trends 2017 – Schüler wollen persönlichen Kontakt zu Unternehmen

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Jetzt sind sie da, die Ergebnisse der Azubi-Recruiting Trends 2017. Da ist unter anderem zu lesen, dass die meisten Azubi-Bewerber online unterwegs sind, um sich über Ausbildungswege und freie Ausbildungsplätze zu informieren. Ok, das ahnten wir, oder? 59,4 Prozent der Schüler nutzen dafür „häufig“ oder „sehr häufig“ Suchmaschinen, 54,8 Prozent Karrierewebseiten und 40,9 Prozent das Onlineangebot der Agentur für Arbeit. Spannender liest sich, dass sich Bewerber den persönlichen Kontakt zum Unternehmen wünschen. Sie kaufen nicht gerne die Katze im Sack. Wir wissen das natürlich schon lange aus unserer Berufswahlmesse-Praxis, und ich freue mich, es mal wieder schwarz auf weiß zu lesen. 74,5 Prozent der Schüler finden Praktika „wichtig“ oder „sehr wichtig“! Blöderweise setzen nur 50,8 Prozent der Ausbildungsbetriebe Praktika „häufig“ oder sehr „häufig ein“. Beim Thema Probearbeiten driften die Werte noch stärker auseinander. 71,1 Prozent der angehenden Azubis wünschen sich, Praxisluft zu schnuppern, aber nur 30,8 Prozent der Ausbildungsbetriebe bieten diese Möglichkeit an. Liebe Unternehmen, hier liegt eure Chance! Bitte macht eure Ausbildung erlebbar. Wenn ich mir vorstelle, wie viel Ärger man sich durch Probearbeiten erspart, möchte ich sofort ein Gesetz einführen, das vorschreibt: kein Ausbildungsvertrag ohne 14 Tage Probearbeiten. Denn ist der Vertrag einmal unterschrieben, wird der Rückzug schwer. Trotz Probezeit. Zu groß ist die moralische Verpflichtung, die vermeintliche Traumausbildung nun auch bis zum Ende durchzuziehen, egal, wie unglücklich man ist.

 

Bewerber sitzen am längeren Hebel

Dabei könnten es sich die Bewerber locker leisten, ihre Ausbildung abzubrechen und eine neue zu suchen. Anders als in den letzten Jahren wird in der aktuellen Studie deutlich: Der Markt hat sich zum Bewerber-Markt entwickelt. Der angehende Azubi von heute hat es gut, denn 46,4 Prozent der Schüler schreiben nur eine bis fünf Bewerbungen und 60 Prozent der Befragten erhalten mehr als ein Ausbildungsangebot. Für Unternehmen bedeutet das, die Bewerberkommunikation im Azubi-Recruiting auf den Prüfstand und ggf. auch auf den Kopf stellen zu müssen. Sind die Stellenanzeigen und die Inhalte der Karrierewebseiten so formuliert, dass sich junge Menschen angesprochen fühlen? Leider schmeißen viele Anzeigen noch mit hohlen Phrasen um sich – wer weiß denn schon als Schüler, was „selbstständiges Arbeiten“ im Kontext Beruf konkret bedeutet? Traurigerweise lassen sich Bewerber leicht von zu hoch aufgehängten Anforderungsprofilen in Stellenanzeigen abschrecken. 19,1 Prozent der Schüler bewerben sich nur, wenn sie alle Kriterien erfüllen. Das ist ärgerlich, weil es überhaupt nicht sein muss: Nur 2,3 Prozent der befragten Ausbilder geben an, vom Kriterienkatalog abweichende Bewerber konsequent auszusieben. Im Azubi-Recruiting fallen also viele potentiell gute Bewerber durchs Netz, weil sie sich selber zu schlecht einschätzen. Meine klare Empfehlung an Unternehmen: lieber mal den Ball flachhalten. Dazu gehört auch der Mut, in der Stellenanzeige Schwerpunkte zu setzen. Soll der perfekte Kandidat wirklich ein Mathe-Brain sein, oder sind am Ende nicht seine sozialen Fähigkeiten wichtiger?

Das komplette Ergebnis der Studie sowie die detaillierten Aussagen der jugendlichen Teilnehmer können Sie gegen einen kleinen Unkostenbeitrag hier herunterladen.

Lesen Sie außerdem, was unser Kollege Denis Buss, Spezialist für Employer Branding bei Jugendstil, im u-form-Interview zur Studie gesagt hat.

 

Über die Studie

Das Besondere an der jährlich erscheinenden Studie, die bereits zum fünften Mal von „u-form Testsysteme“ durchgeführt wurde, ist die Doppelperspektive: Es wurden Azubi-Bewerber und Auszubildende (2.635 Teilnehmer) auf der einen sowie Ausbildungsverantwortliche (903 Teilnehmer) auf der anderen Seite befragt. Entsprechend spannend sind die Erkenntnisse zum Azubi-Recruiting, zumal dieses Jahr noch eine dritte Perspektive dazu kam: Erstmals wurden auch 150 Eltern zu ihren Erfahrungen mit der Berufswahl ihrer Kinder befragt. Die Einstieg GmbH hat die Befragung als exklusiver Sourcing-Partner begleitet. Die Interviews mit den Eltern fanden im Februar 2017 auf der Berufswahlmesse „Einstieg Köln“ statt. Wissenschaftlich begleitet wurde die Azubi-Recruiting Trends 2017 durch die Hochschule Koblenz.

09 Nov

Stellenanzeigen und Azubimarketing: So gewinnen Sie das Herz Ihrer jungen Bewerber

stellenanzeigen und azubimarketing

In der Stellenanzeige listen Sie auf, was der neue Azubi alles können soll. Verlieren Sie beim Azubimarketing nicht aus den Augen, dass Ihr Bewerber auch Wünsche hat. Er möchte möglichst konkret darüber informiert werden, was in der ausgeschriebenen Ausbildung auf ihn zukommt. Die Ansprache darf auch emotional sein. Binden Sie Erfolgsgeschichten und Mitarbeiterzitate (Storytelling!) ein, das macht den Text lebendig. Jugendstil hat in einem Whitepaper 4 hilfreiche Tipps für Ihre künftigen Anzeigen zusammengestellt. Hier schon mal die reine Textversion:

 

Sie sind Marktführer? Mir doch egal!

Der Begriff Markführerschaft wird in Stellenanzeigen inflationär verwendet. Einen 17-jährigen Schüler, der auf der Suche nach einem spannenden Ausbildungsplatz ist, können Sie damit kaum beeindrucken. Beschreiben Sie lieber anschaulich, was das Besondere an Ihrem Ausbildungsprogramm ist. Oder zitieren Sie lustige Facebook-Kommentare von aktuellen oder ehemaligen Azubis. Denn Ihr potentieller Nachwuchs will sich nicht mit dem Kopf, sondern mit einem guten Bauchgefühl für Ihr Unternehmen entscheiden.

 

Was geht? Ich sag’s dir ganz konkret.

Nehmen Sie sich mal ein paar Minuten Zeit und recherchieren Sie in einer Stellenbörse zu einem bestimmten Keyword Stellenanzeigen. Lesen Sie sich die ersten fünf, die Sie finden, kurz hintereinander durch. Was fällt Ihnen auf? Genau! Die klingen irgendwie alle gleich. Es liegt daran, dass die Tätigkeiten zu oberflächlich beschrieben werden. Vermeiden Sie: „Zu Ihren Aufgaben gehört die Kundenbetreuung.“ Werden Sie konkret: „Etwa die Hälfte Ihrer Arbeitszeit verbringen Sie mit der telefonischen Beratung unserer Kunden. In der restlichen Zeit unterstützen Sie unseren Vertrieb bei der Akquise neuer Kunden und helfen dabei, Kundentermine vor- und nachzubereiten. Es kann sein, dass Sie auch mal ein paar Kopien machen und Kaffee kochen – das ist aber eher die Ausnahme! Wir mögen Kollegen, die selbstständig arbeiten und die gerne mit anpacken.“ Das ist Azubimarketing, das Ihre Zielgruppe versteht.

 

Work-Life-Balance (Ach, Sie auch?)

Der Stellenmarkt entwickelt sich gut für Arbeitnehmer, die Familie und Job unter einen Hut bringen müssen, und für solche, die ihre Freizeit nicht hinten anstellen wollen. Immer mehr Unternehmen achten darauf, attraktive Arbeitszeitmodelle anzubieten. Denn sie wissen: Mit der Digitalisierung ist nicht nur der Anspruch an unsere Leistung gewachsen. Auch der Anspruch der Arbeitnehmer an ihre Arbeitgeber ist gestiegen. Das Stichwort „Work-Life-Balance“ taucht mittlerweile flächendeckend in Stellenanzeigen auf, und mit dem Begriff alleine gewinnen Sie keinen Blumentopf mehr. Schon gar nicht bei jungen Menschen, deren Familienplanung noch weit weg ist. Erläutern Sie ein bisschen, wie Work-Life-Balance in Ihrem Unternehmen aussieht. Gehen Sie näher auf Ihre Arbeitszeitmodelle ein, schildern Sie Beispiele von Kollegen, die erfolgreich in Teilzeit oder im Homeoffice arbeiten. Beschreiben Sie typische Tagesabläufe. Einige Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern Freiräume zur Verwirklichung selbstgewählter Projekte (z.B. 2 Stunden in der Woche). Wie wäre es mit einem Video, das ein besonders schönes (Azubi-)Projekt zeigt? Über einen QR-Code können Sie den Film in Ihre Stellenanzeige einbinden.

 

Total sozial und immer kompetent. Schnarch.

Die moderne Arbeitswelt braucht kommunikative Menschen, die eine positive Haltung mitbringen und die gerne im Team arbeiten. Deshalb ist auch in nahezu jeder Stellenanzeige die Rede davon: Bewerber müssen neben ihrer fachlichen Eignung für den Job zwingend soziale Kompetenzen mitbringen. Sozialkompetenz gibt es mittlerweile sogar als weiterbildenden Studiengang. Ob man sich Eigenschaften wie Kritikfähigkeit, Empathie und interkulturelle Kompetenz durch Lernen aneignen kann, ist fraglich. Eins ist jedoch sicher: Wenn Sie das Herz Ihrer Bewerber gewinnen möchten, belassen Sie es nicht bei der Worthülse „soziale Kompetenz“. Füllen Sie die Phrase mit Inhalt, indem Sie konkret sagen, was sie von Ihrem neuen Kollegen erwarten. Lassen Sie dazu ruhig mal Teammitglieder zu Wort kommen. Das macht die Anforderung authentisch. „Ich wünsche mir, dass mein neuer Chef immer ein offenes Ohr für meine Anliegen hat.“ Oder „Mein neuer Kollege soll nett und geradeaus sein. Wenn er das Team lieber unterstützt statt zu lästern, passt er super zu uns!“

Azubimarketing mit Stellenanzeigen – so gewinnen Sie das Herz Ihrer jungen Bewerber

20 Sep

7 sichere Methoden, Ihre Messebesucher zu vergraulen

 Messebesucher

Verzichten Sie auf alles, was das Interesse der Messebesucher weckt.
Für Messebesucher sind große Berufswahlevents eine Reizüberflutung sondergleichen. Denn Messen sind voll, laut und hektisch.  Gehen Sie davon aus, dass die wenigsten Schüler gezielt Ihr Angebot aufsuchen. Eine sichere Methode, mit Ihrem Stand in dem Gewühl komplett unterzugehen, ist eine langweilige Ausstattung. Hängen Sie 0815-Plakate auf, die man erst lesen kann, wenn man sie bereits mit der Nase berührt. Eine nichtssagende Botschaft à la „Jetzt durchstarten bei der Müller AG“ kommt auch gut. Binden Sie dazu noch zwei, drei weiße Luftballons an Ihren weißen Messe-Stand. Das reicht. Ihre Ausbildung ist spannend genug, da braucht man nicht noch spannende Exponate. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, über interaktive Spiele mit den Besuchern in Kontakt zu treten. Pfui.

Reagieren Sie genervt auf (doofe) Fragen Ihrer Messebesucher.
Muss man gute Mathenoten haben, wenn man Wirtschaft studieren will? Das kann man sich doch denken! Gehen Sie streng mit Besuchern um, die offensichtlich völlig unvorbereitet an Ihren Stand kommen. Rollen Sie mit den Augen. Strahlen Sie aus: „So jemanden wollen wir hier nicht.“ Schütteln Sie mitleidig den Kopf und betonen Sie, dass das Auswahlverfahren kaum zu schaffen ist. Es sei denn, man ist ein Genie. Halten Sie demMessebesucher zum Abschied ein altes Bonbon hin und richten Sie Ihre Konzentration schnell auf den nächsten Gast am Stand, der hoffentlich schon alles über Ihre Studiengänge weiß.

Entdecken Sie 5 weitere, wirklich hilfreiche Tipps in unserem Whitepaper 7 sichere Methoden, Ihre Messebesucher zu vergraulen!

31 Aug

Surftrends und Berufswahl bei Jugendlichen

ipadkids

 

Ist Facebook noch attraktiv für Schüler? Wer macht bei Snapchat mit? Wie viele Webseiten werden überhaupt noch über den Computer aufgerufen? Und wo findet heutzutage Berufswahl statt? Unser neues Whitepaper informiert Sie über jugendliche Surftrends und gibt Ihnen 7 Impulse für Ihre Rekrutierung.

03 Aug

Mama, ich hab die Klausur voll gethreestart.

family & friends, Halle 10.2

Jugendliche auf der gamescom 2015

Wenn Sie nicht wissen, was Cloudophobie ist, Egoshoots für Ballerspiele halten und nicht sicher sind, ob es eine Beleidigung ist, wenn Ihr Kind Ihnen sagt, Ihr Selfie sei voll das Dia Bolo, dann sind Sie nicht automatisch ein Alpha-Kevin, sondern schlicht in guter Gesellschaft. Und zwar mit  vielen anderen Ü-35ern.

Nicht allein die Vokabeln trennen uns an dieser Stelle von der Generation Z, auch die Technologien, die sie nutzen.

Die Generation Z entscheidet sich nicht mehr wie ihre Elterngeneration dafür oder dagegen, online zu sein, sie ist es einfach. Der Wandel von analog zu digital zieht sich durch alle Lebensbereiche, und wo wir noch papierne Bewerbungen verschickten, Brettspiele spielten und, um zu telefonieren zu einer bestimmten Stelle im Haus, dem Festnetzanschluss laufen mussten, sind die Jugendlichen von heute längst im digitalen Jetzt zuhause. Sie sind die viel beschriebenen digital Natives.

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